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Reisebericht 2013

 

Schon zum 5. Mal sind wir jetzt mit einigen Schülern der Berufsbildenden Schule in Betzdorf-Kirchen nach Surigao auf den Philippinen gereist, um unser Kinderheim für Straßenkinder fertigzustellen. Nach einer langen Anreise sind wir am Samstag den 13. Januar in Cebu auf der gleichnamigen Insel angekommen. Wie in den meisten Jahren haben wir die Kinder auf der Mülldeponie in Cebu besucht.

Für die meisten meiner Schüler war es das erste Mal auf der Deponie, aber auch für die, die schon einmal dabei waren, hinterließ es einmal mehr schmerzliche Eindrücke zu sehen, wie die Müllkinder und ihre Familien in Cebu auf der Deponie leben und sich von dieser ernähren. Es ist schwer zu begreifen, wie diese Menschen es schaffen, zwischen morschen Holzverschlägen und dem beißenden Gestank von verwesendem Müll bei unserem bloßen Anblick aufrichtig und aus tiefster Seele zu lachen und sich zu freuen. Obwohl Bilder dieser Lebensumstände jedem bekannt sind, führt das tatsächliche Erleben des Alltages dieser Menschen immer wieder zu einer erschütternden Erkenntnis: Wir dürfen nicht aufgeben diesen Menschen zu helfen, wenn auch unserer Einsatz bei dem großen Elend so gering erscheint.

Professor und Pater Kulüke, der uns meistens auf die Mülldeponie begleitete, schrieb in einem seiner Rundbriefe über ein sehr bewegendes Erlebnis auf dieser Mülldeponie:

 

„Samstagabend, Vorabendgottesdienst auf der Mülldeponie in Mandaue. Am Ende des Gottesdienstes bitte ich die Kinder, das Dankgebet frei zu formulieren. Ein achtjähriges Mädchen betet: "Lieber Gott, ich danke Dir für den vielen Müll, denn wenn es den Müll nicht gäbe, hätten wir keine Arbeit und auch nichts zu Essen. Ganz herzlichen Dank!". Das Mädchen weiß, wovon es spricht. Schon im Alter von nur sechs Jahren hat sie gelernt, auf der stinkenden und rauchenden Müllhalde nach wiederverwertbaren und verkauf baren Materialien zu suchen. So trägt sie ihren Teil zum Lebensunterhalt der Familie bei. Erst seit einigen Monaten geht sie in die Schule. Jedes Wochenende und an schulfreien Tagen arbeitet sie weiterhin auf dem Müll.“

 

Nach diesen bewegenden Erlebnissen fuhren wir am Abend mit der Nachtfähre nach Surigao und besichtigten bereits am Sonntag die Baustelle und begannen gleich am Montag erfolgreich mit dem Weiterbau des Kinderheimes. Zunächst wurden Sockelleisten in den Kinderzimmern und im Speisesaal angebracht, nahezu alle Waschbecken montiert, die Decken zweier Bäder ausgebaut und Erdarbeiten zur Vorbereitung des Aufbaues eines Kinderspielplatzes durchgeführt. In den kommenden Tagen sollten noch die Elektroinstallation abgeschlossen werden, die elektronische Steuerung der hauseigenen Kläranlage eingerichtet und alle Zimmer weiß angestrichen werden.

Ob bei brütender Sonne, strömendem Regen oder daraus resultierender erdrückender Luftfeuchtigkeit: Die Ausbauarbeiten gingen immer weiter und nach acht erfolgreichen Arbeitstagen konnten wir auf die Fertigstellung des Kinderheimes zurückblicken. Nicht nur fast alle baulichen Maßnahmen konnten fertiggestellt werden, sondern auch Teile der Möblierung (Betten, Schränke, Sitzecken, Herd, Kühlschrank, Waschmaschine) konnten erworben werden.

Zum Abschluss der Arbeiten wurde zusammen mit den philippinischen Arbeitern bei gemeinsamen Gesprächen noch mit einem kühlen Getränk genossen, ehe man sich verabschiedete.

Am 4. Februar sind wir wieder alle gesund in Deutschland angekommen.

 

Bereits im Sommer möchten wir wieder auf die Philippinen reisen, um die letzten organisatorischen Schritte in die Wege zu leiten, damit das Kinderheim noch dieses Jahr seine Pforten für die ersten Kinder öffnen kann.

 

 

 

 

 

Offizielles:

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Reisebericht Februar 2012.pdf
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